Schweizer Immobilienmarkt weiterhin attraktiv

Die Aussicht trübt sich im Vergleich zum Vorjahr ein wenig ein, dennoch ist der Schweizer Immobilienmarkt von Investoren heiß begehrt. Die besten Chancen für Wertsteigerungen sehen die Teilnehmer des Trendbarometers Immobilien von EY im Wohnbausektor. Ein düsteres Bild zeichnen sie hingegen für die Preise von Hotelimmobilien.

Die Akteure auf den Schweizer Immobilienmärkten sind trotz einer leichten Eintrübung guten Mutes: Auch im Jahr 2017 bleibt die Schweiz attraktiv für Immobilieninvestments. 91 Prozent aller Befragten betrachten den Investitionsstandort Schweiz als attraktiv oder sogar sehr attraktiv, dies entspricht im Vorjahresvergleich einem leichten Rückgang von sechs Prozentpunkten. Drei Viertel der Umfrageteilnehmer bevorzugt den Standort Schweiz auch im direkten Vergleich mit anderen europäischen Ländern, wie aus den Ergebnissen des «Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt Schweiz 2017» von EY Real Estate hervorgeht.

Immobilienmarkt für Büros weiterhin stabil

Rund 40 Investoren, die in den vergangenen Jahren am Schweizer Immobilienmarkt aktiv waren, haben ihre Einschätzung zum Immobilienmarkt 2017 abgegeben. Die voraussichtlichen Entwicklungen in den Mikromärkten zeigen sich unterschiedlich: Bei Büroliegenschaften an 1A-Standorten gehen über die Hälfte der Investoren von stabilen Preisen fürs Jahr 2017 aus. 35 Prozent der Befragten erwarten sinkende Preise und nur 12 Prozent gehen von einem Preisanstieg aus. Für 1B-Standorte und Peripherie prognostizieren die Investoren grösstenteils sinkende Preise.

fileEin ähnliches Bild zeichnet sich im Bereich der Einzelhandels-Immobilien ab: Während 73 Prozent der Investoren stabile oder steigende Preise an 1A-Standorten voraussagen, bleibt der Ausblick für 1B-Standorte und Peripherie eher negativ.

Düsterer zeigt sich die erwartete Entwicklung für die Preise von Hotelimmobilien. Für Peripheriestandorte sehen die Investoren schwarz. 81 Prozent der Befragten erwarten einen Preiszerfall. Knapp zwei Drittel rechnen auch mit sinkenden Immobilienwerten im 1B-Standorte, gut ein Drittel mit stabilen Preisen. Bestlagen werden etwas zuversichtlicher bewertet: Während 38 Prozent von sinkenden und 53 Prozent von stabilen Preisen ausgehen, rechnen immerhin neun Prozent der Befragten mit steigenden Werten.

“Die Wertänderungsrendite differiert je nach Standort erheblich”, so Daniel Zaugg, Partner und Sector Leader Real Estate bei EY Schweiz. “Allerdings gilt dies in den meisten Fällen nicht für die Cashflow-Renditen.” Mit anderen Worten: Die potenziellen Verkaufspreise können abseits der Bestlagen zwar sinken, die Einnahmen aus den laufenden Mietzahlungen bleiben aber selbst an schwächeren Lagen stabil. “Nicht alle Standorte eignen sich 2017 für Verkaufspläne. Solange aber der Cashflow hoch ist und keine Refinanzierungsprobleme oder Strategieänderungen auftreten, ist ein Verkauf aber auch gar nicht erforderlich”, so Zaugg.

Züricher Region beliebt wie nie

Investoren, die sich für ein Immobilienengagement entscheiden, bevorzugen sowohl für Büro-, Einzelhandel-, wie auch Wohnimmobilien die Region Zürich. Weiter beliebt zeigt sich der Investitionsstandort Basel, gefolgt von Genf im Büroimmobiliensektor und Luzern im Einzelhandel- und Wohnimmobiliensektor. Generell werden die Investoren zukünftig weiter einen klaren Fokus auf Wohnimmobilien legen. Sechs von zehn Befragten werden 2017 Wohnimmobilien gegenüber anderen Nutzungsarten vorziehen.

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